Schiedwecken

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Heute ist der Schiedwecken eine Pastete gefüllt mit Kalbsfleisch. Ursprünglich jedoch war das ein ganz einfacher Wecken (Brötchen), der mit etwas Wein in der Lichtstube zum Abschied an die winterliche Spinntätigkeit gereicht wurde. Bereits im 18. Jahrhundert ist ein sogenanntes 'Pastetenbeck' am Fuße der Achalm erwähnt worden.

Traditionell wird der Schiedwecken am Mittwoch nach dem zweiten Fastensonntag gereicht. Heute kann man den Schiedwecken jedoch jeder Zeit bei den Reutlinger Bäckern kaufen.

Der Reutlinger Geschichtsverein veranstaltet jedes Jahr einen Schiedweckentag, an dem nicht nur gegessen wird, sondern an dem es auch Vorträge zur Geschichte des Schiedwecken und zu Reutlingen gibt.


Zu diesem Brauch gibt es ein Gedicht des Lateinlehrers Carl Bamers:

Nicht abends mehr in den Kärzen
Sind um die Lampe geschart
Die jungen Leute bei Scherzen
Beim Stricken und Häkeln gepaart
Zum Abschied bringen sie heute
Mehl, Butter und Eier und Wein
Den Schiedwecken halten die Leute
Scheiden muß es nun sein
Und ehe der Lichtkarz zur Neige
Erscheint der Pastete Gebild
Gebacken aus Butterteige
Mit Kalbfleisch und Würze gefüllt.


Weitere Spezialitäten gibt es hier.

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