Bezirksmilchverwertung (BMV) Reutlingen e.G.

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Bezirksmilchverwertung (BMV) Reutlingen e.G. / Milchwerk Reutlingen

Seit 1996: Milcherzeugergenossenschaft (MEG) Reutlingen e.G.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Das Milchwerk in Reutlingen war eine Milchannahmestelle und ein Produktionsbetrieb auf einem 8.734 m² großen Werkareal in der Gminderstraße 74. Geschäftsführer waren Friedrich Wilhelm Schnitzler aus St. Johann-Ohnastetten und Gottlieb Rapp , der in der dazugehörigen Werkswohnung wohnte. Die Bezirksmilchverwertung (BMV) Reutlingen e.G. war der Südmilch AG angeschlossen.

1946 führte die Stadt Reutlingen eine Schülerspeisung unter dem damaligen Oberbürgermeister Oskar Kalbfell ein, die 1949 durch die Hoover-Speisung abgelöst wurde. Im Jahr 1950 wurde die Hoover-Speisung eingestellt, weil die Zahl der täglich ausgegebenen Essen stark zurück gegangen war. Das Milchwerk Reutlingen führte jedoch die Schülerspeisung bis weit in die 60er Jahre fort, allerdings musste für den verabreichten Kakaotrunk bezahlt werden.

Mit dem Kaufvertrag vom 13.05.2008 hat die Stadt Reutlingen von der Milcherzeugergenossenschaft (MEG) Reutlingen e.G., Sitz Reutlingen, das Grundstück Flst. 3760 (Benzstraße 67 und Gminderstraße 74) mit insgesamt 8.734 m² erworben.
Mit Datum vom 30.04.2008 hat sich die Milcherzeugergenossenschaft durch einen städtebaulichen Vertrag verpflichtet, den Abriss des Areals durchzuführen.

Der Verkauf des Milchwerk-Areals an der Gminderstraße in Reutlingen erbrachte einen Erlös von 400.000 Euro. Zum ersten Mal gab es für die insgesamt 356 Mitglieder eine fette Dividende. Bei 15 Prozent pro Geschäftsanteil (1.530 Euro) sind das 230 Euro pro "Aktie". Nach Abschluss des Abrisses wurde das Grundstück auf die Stadt Reutlingen übertragen. Diese vermietet das Grundstück derzeit als Werk-Parkplatz für Mitarbeiter der gegenüberliegenden Robert Bosch GmbH Reutlingen.

[Bearbeiten] Das Unternehmen in Zahlen

  • Mitglieder: 356
  • Mitarbeiter:
  • Jahresgesamtumsatz:
  • Verarbeitende Milchmenge in Liter:

[Bearbeiten] Vorsitzende

Bis 1996 Friedrich Wilhelm Schnitzler


[Bearbeiten] Produkte

  • Molke
  • Milchpulver


[Bearbeiten] Kritik

Südmilch-Skandal

Dr. Wolfgang Weber war von 1970 bis 1992 Vorstandsvorsitzender und danach bis Januar 1993 Aufsichtsratschef der Südmilch AG in Stuttgart. Die Südmilch AG war damals der größte deutsche Molkereibetrieb. 1990 war unter Führung der Südmilch AG die Sachsenmilch AG gegründet worden, deren Leitungsfunktionen weitgehend mit Personen aus dem Südmilch-Vorstand besetzt wurden.
Nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zeichneten sich bereits 1991 finanzielle Probleme bei der Umsetzung des Projekts ab. Weber betrog die Aktiengesellschaft um ca. 20 Millionen DM. Dieser Millionenbetrug gelang ihm über einen Manager (Mittäter) bei der Deutschen Bank, der dem damaligen Aufsichtsratsvorsitzenden der Südmilch AG, Friedrich Wilhelm Schnitzler, gefälschte Bankunterlagen (Bilanzen) vorlegte und weitere Beteiligte täuschte. Nach Aussage der Staatsanwaltschaft steht Weber im Verdacht, mit einem Know-how-Verkauf versucht zu haben, die Südmilch AG zu Lasten der ostdeutschen Sachsenmilch AG zu sanieren. In diesem Zusammenhang soll er mit dem von der Südmilch AG betreuten Börsengang der Sachsenmilch AG durch falsche Angaben die Aktienkäufer sowie die Emissionsbank geschädigt zu haben.
Neben gemeinschaftlichen Betrug wirft ihm die Staatsanwaltschaft auch Untreue zum Nachteil der Sachsenmilch AG vor. Dr. Wolfgang Weber floh 1993 nach Paraguay, wo er mit diesem Geld Rinderzuchtfarmen gründete und McDonald's mit Fleischprodukten belieferte. Mehrere Manager der Südmilch AG wurden von der Staatsanwaltschaft zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Bei Dr. Wolfgang Weber wurde der Haftbefehl gegen eine Sicherheitsleistung von 100.000 Euro im Jahr 2003 außer Vollzug gesetzt. Nach der "Südmilch-Pleite" übernahm Friedrich Wilhelm Schnitzler die Konzernleitung der Südmilch AG und wickelte Ende 1993 die Fusion mit der damaligen Campina BV, heute FrieslandCampina Germany, in Holland erfolgreich ab.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

[Bearbeiten] Literatur

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